Xi'an, das ist dort, wo man die weltberühmten Terracotta-Krieger
gefunden hat. Natürlich gingen wir diese auch anschauen, wäre sonst ja
auch ein bisschen schade, wenn man schon mal da ist. Und ja, es waren
wirklich viele Krieger, allerdings auch viele leere Gruben, da die
Krieger inzwischen in Museen stehen. Aber sonst gibt es dazu eigentlich
nicht viel zu sagen.
Dafür haben wir im historischen Museum von Shaanxi, der Provinz um Xi'an
eine interessante Feststellung gemacht. Einige der uralten Exponate
(1600 Jahre und älter) waren in wahnsinnig gutem Zustand erhalten, also
in wirklich ausserordentlich gutem, manche sahen sogar so neuwertig aus,
dass sie es wohl waren. Aber Chinesen haben zu Originalen und Kopien ja
auch eine viel lockerere Beziehung als wir. Ja und wenn dann die Kopie
noch schöner ist, ist das doch auch gut, oder?
Dabei sie am Rande noch erwähnt, dass auch unserer Lonely Planet, den
wir in Beijing gekauft hatten, eine Kopie ist. Man sieht es nur an
wenigen Details - die Fotos und Karten sind etwas verpixelt und der
Buchrücken hat etwas mehr Leim als gewöhnlich. Nun ja, die Informationen
stimmen und das ist ja das wichtigste.
Mittwoch, 15. September 2010
Samstag, 11. September 2010
Pingyao
nach datong sind wir in einer weiteren 7-stündigen zugfahrt nach
pingyao gelangt, wo uns das hostel schon von einem alten mann in seiner
fahrradrikscha abholen liess. zwischendurch waren wir versucht
abzusteigen und zu stossen, aber das hätte ihn wohl in seiner eher
verletzt. sobald er wieder etwas luft bekam versuchte er auch ein
fröhliches lied zu singen.
pingyao selbst ist ein bei chinesischen touristen sehr beliebtes
städtchen, da es innerhalb der stadtmauern noch immer sehr historisch
aussieht. und wenn man von der hauptstrasse weggeht ist es wirklich noch
ziemlich hübsch. aber wie das mit den historischen städtchen so ist,
nach zwei tagen wurde es dann doch ziemlich langweilig. wir versuchten
daher unsere billiardkünste etwas zu verbessern.
nach zwei übernachtungen nahmen wir dann den nachtzug nach xi'an. der
zug war erstaundlich komfortabel, obwohl wir die billigere kategorie
gelöst hatten (hard sleeper). die abteile sind zum gang offen und haben
6 betten (immer 3 übereinander), so ist die luft besser und man hat das
gepäck auch immer im auge.
pingyao gelangt, wo uns das hostel schon von einem alten mann in seiner
fahrradrikscha abholen liess. zwischendurch waren wir versucht
abzusteigen und zu stossen, aber das hätte ihn wohl in seiner eher
verletzt. sobald er wieder etwas luft bekam versuchte er auch ein
fröhliches lied zu singen.
pingyao selbst ist ein bei chinesischen touristen sehr beliebtes
städtchen, da es innerhalb der stadtmauern noch immer sehr historisch
aussieht. und wenn man von der hauptstrasse weggeht ist es wirklich noch
ziemlich hübsch. aber wie das mit den historischen städtchen so ist,
nach zwei tagen wurde es dann doch ziemlich langweilig. wir versuchten
daher unsere billiardkünste etwas zu verbessern.
nach zwei übernachtungen nahmen wir dann den nachtzug nach xi'an. der
zug war erstaundlich komfortabel, obwohl wir die billigere kategorie
gelöst hatten (hard sleeper). die abteile sind zum gang offen und haben
6 betten (immer 3 übereinander), so ist die luft besser und man hat das
gepäck auch immer im auge.
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China,
Kulturerbe
Dienstag, 7. September 2010
Datong - Wolkengratgrotten und hängendes Kloster
danach raste unser fahrer dann zu der zweiten sehenswürdigkeit, dem hängenden kloster. dort weniger disneyland aber noch höherer eintrittspreis. das kloster am fusse eines heiligen berges musste wegen
überschwemmungen immer höher in den fels hinauf gezügelt werden. sieht von aussen nicht so spektakulär aus doch wenn man mal darauf herumturnt wird einem doch schwindlig. einer der gründe dafür sind die niedrigen geländer - für chinesen auf hüfthöhe sind sie bei uns gerade mal etwas oberhalb vom knie (wir sind in diesem land einfach riesen!)
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Kulturerbe
Freitag, 3. September 2010
beijing - hutongs und elektrovelos
bevor wir morgen weiterreisen nochmals etwas über peking.
wir wohnen in einem richtigen hutong, also einem traditionellen quartier mit niedrigen häuschen, wo sich der alltag der bewohner in den gässchen vor ihrem häuschen abspielt. grüppchen von alten männern spielen karten und man sieht den grossvater im pyjama auf die öffentliche toilette schlurfen. jedes dritte häuschen hat einen coiffeursalon oder ein paar restauranttischchen für einen schnellen happen. man kann stundenlang durch die gässchen schlendern und hat keine ahnung, wo man am schluss wieder rauskommt. leider wird diese wohnform in zukunft immer seltener, da grossangelegte abrissaktionen der regierung für ein moderneres wohnen auf verdichtetem wohnraum sorgen sollen.
obwohl in peking heute nicht mehr die legendären massen an fahrrädern unterwegs sind, ist die bevorzugte fortbewegungsart der pekinger immer noch auf zwei rädern. und da die modernität einzug gehalten hat strampelt man nicht mehr selbst sondern hat einen elektromotor. ja genau, keine knatternden mofas überall, sondern schnurrende e-bikes! und die sind so leise, dass man sie fast nicht kommen hört bis sie einen fast überfahren. wahrscheinlich sind 90% aller zweiräder in der innenstadt mit elekromotoren ausgestattet. und deshalb ist die luftqualität (verglichen mit ulan bator) gar nicht so übel.
morgen fahren wir mit dem tageszug weiter nach datong, wo wir die berühmten wolkengrat-grotten anschauen wollen. dort sind wir dann sozusagen in der provinz und wir sind gespannt, wieviel schwieriger das reisen dann wird. weil in peking ist alles äusserst komfortabel und die chinesen sind viel zurückhaltender und angenehmer als wir es uns je vorgestellt hätten.
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ethnologische Studien
Bilder zu den Berichten von Beijing
Anscheinend wurden die Bilder zu unseren Berichten im Blog nicht
angezeigt (die Chinese wollten das vielleicht nicht) - wir versuchen es
hier nochmals auf eine andere Art. Gebt uns doch kurz eine Rückmeldung
per E-Mail, ob es nun geklappt hat oder nicht. Das Gästebuch können wir
eben auch nicht lesen...
angezeigt (die Chinese wollten das vielleicht nicht) - wir versuchen es
hier nochmals auf eine andere Art. Gebt uns doch kurz eine Rückmeldung
per E-Mail, ob es nun geklappt hat oder nicht. Das Gästebuch können wir
eben auch nicht lesen...
Donnerstag, 2. September 2010
Unsere russische Sonnencreme
An dieser Stelle muss mal einen Beitrag zu unserer russischen Sonnencreme gemacht werden. Da unser Nivea-Sonnenspray schon in Vilnius seinen Dienst versagte, weil die Düse verstopft war und sie ausserdem schrecklich klebrig war, sahen wir uns gezwungen in St. Petersburg eine neue Sonnencreme zu kaufen.
Wir entschieden uns für die elegante Marke "Eveline" mit Q10 und einer schönen Karotte, den Rest haben wir nicht verstanden, da es in kyrillisch war - aber das ist sicher alles sehr gesund...
Die erste Anwendung war dann ein bisschen überraschend - unsere Creme ist mehr eine weisse Farbe. Daher wissen wir auch nie ob wir braun werden, da wir meistens einen weisse Schicht auf der Haut haben. Die kann man auch als weisse Ribbel abrubbeln. Vermutlich ist das nun eine physikalische Sonnencreme die ganz kleine reflektierende Partikel hat...
ABER: wir hatten selbst in der gebirgigen Mongolei keinen Sonnenbrand (zu mindest an den Stellen, die wir eingestrichen hatten). Und die Creme duftet auch noch nach Pfirsich!
Ja, wir haben sie richtig lieb gewonnen, unsere russische Sonnencreme!
Mittwoch, 1. September 2010
Beijing - von zensur und fondue chinoise
wegen der internetzensur des chinesischen staates haben wir aktuell keinen zugriff auf unseren blog und daher schreiben wir unsere einträge sozusagen blind. auch die fotos können wir hier nicht wie gewohnt hochladen. wenn wir wieder in einem freien land sind werden wir das wieder korrigieren.
aber peking gefällt uns wahnsinnig gut, vor allem ist es ein wunderbarer kontrast nach der monotonie von sibirien und der mongolei. auch kulinarisch hat die eintönigkeit nun ein ende und wir freuen uns jeden morgen darauf, heute wieder soviele tolle sachen probieren zu können. faszinierend ist dabei vor allem die vielseitigkeit der gerichte und der zubereitungsarten. und bis jetzt haben wir erst die pekinger küche gesehen, ich wage es kaum mir vorzustellen, was noch alles tolles auf uns zukommt! und eine unglaubliche erkenntnis hatte ich: fondue chinoise kommt ja wirklich aus china! der zusammenhang wurde mir erst nach einer woche in peking bewusst. auch dass die kleinen hündchen, die überall herumlaufen wirklich "pekinesen" sind wurde mir erst nach einem entsprechenden hinweis klar.
würstli wollte natürlich wieder zum fotoshooting, deshalb haben wir in mitgenommen in die verbotene stadt, zum olympiagelände und auf die grosse mauer. im mao-mausoleum haben wir ihn mitsamt unserer tasche draussen abgegeben, bei gewissen dingen verstehen die chinesen keinen spass. das mao-mausoleum ist übrigens noch zehnmal grösser, pompöser und besuchter als das von lenin in moskau. und wir waren die einzigen westler in der schlange, die sich über den halben platz des himmlischen friedens zog.
die verbotene stadt hat schöne gebäude und ist ziemlich gross, aber irgendwie hat sie mich nicht vom hocker gehauen. ganz im gegenteil dazu die chinesische mauer: die ist unglaublich gross, schön und eindrücklich. und wir haben dabei nur wenige kilometer weit gesehen, die ganze mauer wäre ja 10'000km lang. wir sind einige kilometer darauf gewandert, ziemlich steil bergauf und bergab, zuerst auf einem restaurierten bereich, danach auf zerfallenen resten. wirklich ein erlebnis.
aber peking gefällt uns wahnsinnig gut, vor allem ist es ein wunderbarer kontrast nach der monotonie von sibirien und der mongolei. auch kulinarisch hat die eintönigkeit nun ein ende und wir freuen uns jeden morgen darauf, heute wieder soviele tolle sachen probieren zu können. faszinierend ist dabei vor allem die vielseitigkeit der gerichte und der zubereitungsarten. und bis jetzt haben wir erst die pekinger küche gesehen, ich wage es kaum mir vorzustellen, was noch alles tolles auf uns zukommt! und eine unglaubliche erkenntnis hatte ich: fondue chinoise kommt ja wirklich aus china! der zusammenhang wurde mir erst nach einer woche in peking bewusst. auch dass die kleinen hündchen, die überall herumlaufen wirklich "pekinesen" sind wurde mir erst nach einem entsprechenden hinweis klar.
würstli wollte natürlich wieder zum fotoshooting, deshalb haben wir in mitgenommen in die verbotene stadt, zum olympiagelände und auf die grosse mauer. im mao-mausoleum haben wir ihn mitsamt unserer tasche draussen abgegeben, bei gewissen dingen verstehen die chinesen keinen spass. das mao-mausoleum ist übrigens noch zehnmal grösser, pompöser und besuchter als das von lenin in moskau. und wir waren die einzigen westler in der schlange, die sich über den halben platz des himmlischen friedens zog.
die verbotene stadt hat schöne gebäude und ist ziemlich gross, aber irgendwie hat sie mich nicht vom hocker gehauen. ganz im gegenteil dazu die chinesische mauer: die ist unglaublich gross, schön und eindrücklich. und wir haben dabei nur wenige kilometer weit gesehen, die ganze mauer wäre ja 10'000km lang. wir sind einige kilometer darauf gewandert, ziemlich steil bergauf und bergab, zuerst auf einem restaurierten bereich, danach auf zerfallenen resten. wirklich ein erlebnis.
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