Samstag, 15. Januar 2011

Bangkok

Bangkok ist irgendwie alles auf einmal. In der Khaosan Road kann man die schrägsten Menschen bestaunen und gleich daneben hat es einen Tempel mit Mönchen. Und für Geld bekommt man hier wahrscheinlich wirklich alles -
ob ein neues Diplom, eine Ping-Pong-Show oder gefälschte Designerwaren. Kein wunder kamen wir kaum mehr aus dem Shoppen raus.

Hier hat es riesige Shoppingmalls und Strassenmärkte, mit einer Vielfalt, wie wir sie so auf unserer Reise noch nicht gesehen haben.
Etwa im indischen und chinesischen Viertel, wo man Stoffe, Bänder und Fäden zu billigsten Preisen finden konnte. Und die Sachen hatten dabei
auch noch die tollsten Muster und Farben hatten. Am liebsten hätte ich einfach alles gekauft!

Ausserdem konnten wir endlich auch einmal wieder einige Kleidungsstücke ersetzen, da es hier auch westliche Kleidungsgrössen gab. Dies war das letzte mal in Hong Kong der Fall gewesen, was doch auch schon 3 Monate
zurückliegt. Und auch sonst genossen wir ein wenig Luxus, wie etwa das VIP-Cinema, wo einem vor dem Film noch ein Welcome-Drink gereicht wird. Zudem gilt, je teurer und edler das Kino, desto stärker ist die Klimaanlage. Zum Glück hatte es im Saal noch Decken, Andy brauchte 3 Stück um nicht zu frieren! Eine interessante Eigenart der thailändischen Kinos ist ausserdem, dass man am Anfang des Films aufgefordert wird, für den König aufzustehen. Dann werden zu schmalziger Musik füretwa zwei bis drei Minuten Bilder vom König (immer mit Fotokamera um den Hals) gezeigt, danach fängt der Hauptfilm an.


Etwas das und an der Stadt besonders gefallen hat, waren die Fähren. Die Altstadt von Bangkok ist von verschiedenen Wasserkanälen durchzogen, die auch als Verkehrswege genutzt werden können. Da die Stadt unter chronischer Verkehrsüberlastung leidet, ist dies ein guter Weg, die
Staus zu umgehen. Und ausserdem weht einem auf dem Wasser immer eine leichte Gischt entgegen - bei 32°C ist das eine sehr willkommene Abwechslung!

Davon inspiriert machten wir uns nun auf den Weg nach Ko Tao um endlich wieder einmal zu tauchen - Andy wurde schon ganz ungeduldig!

Montag, 10. Januar 2011

Neujahr in Thailand

Am 30. Dezember kamen wir in Chiang Mai in Nordthailand an. Und die ersten Tage gerieten wir schon fast ein bisschen in einen Konsumrausch (O.K. ich stecke da immer noch drin, aber schliesslich sind wir inzwischen auch schon in Bangkok...). Auf jeden Fall gab es plötzlich wieder alle diese Symbole der grossen weiten Welt (Shoppingmalls, Starbucks, Burgerking, Mc Donalds), dies alles hatten wir seit China nicht mehr gesehen.

Andy, Claudia, Laura und James
Und Nachtmärkte! Nach 17 Uhr schien sich die Stadt in einen einzigen Nachtmarkt zu verwandeln und jeder schleppte irgendwo noch einen Tisch auf die Strasse um irgendetwas zu verkaufen. Manche Dinge waren von sehr hässlicher Natur, etwa die gehäckelten Toilettenrollenüberzüge, neonfarbig und mit Glitzerperlen. Aber auf der anderen Seite gab es auch unglaublich viele tolle kleine Dinge, die man bei uns höchstens mal in kleinen Boutiquen zum 10fachen des Preises hier findet (eben, mein Konsumrausch...)

Da wir aber nicht nur shoppen konnten und wollten, besuchten wir am Silvester einen Kochkurs zusammen mit Laura und James aus England. Wir lernten sage und schreibe 24 Gerichte (6 pro Person) in 6 Stunden! Die Kochschule hiess Classic Home Cooking School und war wirklich gut! Ihr könnt euch also freuen, wir werden zuhause bestimmt das eine oder andere mal thailändisch kochen. Inklusive frittiertem Brot mit Schweinefleisch (Andy's Wahl für das Dessert).


Danach waren wir so vollgefressen, dass wir auf ein Znacht verzichteten und uns gleich zu einem Bier in der Altstadt trafen. Schon auf dem Weg dorthin bemerkten wir überall Papier-Heissluftballone, wie sie bei uns manchmal an Hochzeiten steigen gelassen werden, dies scheint eine thailändische Tradition zu sein. Wir fanden zum Glück einen Platz auf einer Dachterrasse und so konnten wir von dort aus die tausenden von Ballone beobachten. Uns gefiel diese ruhige Variante von Himmelsdekoration viel besser als die Feuerwerke die in der Schweiz üblich sind und so liessen auch wir zum Schluss noch einen Ballon steigen - für ein glückliches 2011!

Mittwoch, 5. Januar 2011

mit dem Slowboat nach Thailand

die busfahrt nach luang prabang auf der legendären gebirgsstrasse road
13 erwies sich ja als nicht allzu angenehm. stugeron sei dank gehörten
wir zu den wenigen passagieren, die ihr frühstück bei sich behalten
konnten, aber wir wollten uns so etwas trotzdem nicht nocheinmal antun.
daher war die einzige alternative möglichkeit zur weiterreise an die
thailändische grenze das boot den mekong hinauf. zufälligerweise ist die
strecke auch eine der schönsten bootfahrten der region. und wir wollten
uns auch nocheinmal ausführlich vom mekong verabschieden. der mekong hat
uns als roter faden die letzten zwei monate begleitet. den
grenzübertritt von vietnam nach kambodscha haben wir mit dem boot im
mekongdelta absolviert. im nördlichen kambodscha sind wir in kratie mit
dem böötchen den seltenen mekongdelfinen gefolgt. im südlichen laos
haben wir einige tage auf den viertausend inseln oberhalb der
mekongwasserfälle verbracht. in vientiane sind wir über die
freundschaftsbrücke für 3 stunden nach thailand eingereist. und
schlussendlich haben wir die weihnachtszeit im vom mekong umflossenen
luang prabang verbracht.
wir sind also sozusagen per du mit den braunen fluten dieses
majestätischen flusses.
frühmorgens haben wir also das boot bestiegen, und während der nächsten
8 stunden tuckerte die nussschale mit tempo 20 den fluss hinauf. das
nördliche laos ist generell sehr gebirgig und zu beiden seiten des
bootes erhoben sich dschungelbewachsene berge. den linien auf den felsen
nach zu urteilen ist das wasser während der regenzeit einige meter höher
und unser kapitän musste den kopf bei der sache haben um die untiefen zu
umfahren. so weit oben im flusslauf ist der mekong auch kein
gigantischer strom mehr und die trockenzeit tut ihr übriges um die fahrt
nicht ganz einfach zu machen. für ganz mutige gibt es auch die viel
schnelleren speedboote, auf denen man mit helm und schwimmweste
bewaffnet zwischen den felsen entlangsausen könnte. diese lärmenden
ungetüme fahren aber anscheinend regelmässig auf versteckte felsen und
für so etwas sind wir dann doch zu feige.
kurz vor dem eindunkeln erreichten wir unsere erste zwischenstation, ein
zwischen die hügel geklemmtes dorf namens pak beng, das in erster linie
aus einigen gästehäusern und einem grossen bootsanleger besteht. nach
einer kurzen nacht standen wir am nächsten morgen um halb acht wieder am
bootssteg und ergatterten uns einen platz auf einem anderen den mekong
hinauffahrenden boot. auch hier bestanden die passagiere in erster linie
aus westlichen backpackern. zwischendurch stoppte das boot an kleinen
sandstränden mitten im dschungel und nahm laoten an bord die einige
kilometer flussaufwärts wieder abgesetzt wurden. der morgen war neblig
und kalt und wir mussten sogar die in luang prabang erstandene
snowboardjacke (!) in betrieb nehmen. die fahrt am zweiten tag dauerte
sogar noch länger als am ersten tag und wir erreichten die grenzstadt
huay xai erst kurz nach der dämmerung. auch dort verbrachten wir eine
kurze nacht und am nächsten morgen setzten wir mit der fähre ein letztes
mal über den mekong und verliessen damit laos.

Montag, 3. Januar 2011

Weihnacht in Laos

Weihnacht wollten wir unbedingt an einem schönen Ort verbringen, dass war uns schon anfangs November klar. Viele Reisende die wir unterwegs trafen schwärmten von Luang Prabang, mitten in den laotischen Bergen. Zeitlich passte das auch ganz gut in unsere Route und so reservierten wir uns schon einmal ein hübsches Hotel.
Als Weihnachten dann näher rückte und wir mal den Abschnitt über das Städtchen im Reiseführer lasen, mussten aber dann schon recht lachen. Die ganze Innenstadt ist ein UNESCO Weltkulturerbe mit 32 Tempeln! (nicht schon wieder ein Kulturerbe, nicht schon wieder ein Tempel!!!)
Es stellte sich dann aber als nicht so schlimm heraus - die Stadt ist wirklich wunderschön in einer Flussschleife gelegen. Mit unzähligen Strassenkaffees, einem grossen Nachtmarkt und einer sehr gemütlichen Atmosphäre.

Schon im vornherein hatten mit Beni und Sarah abgemacht, dass wir zur Weihnacht etwas richtig gutes essen wohlen (ein Stück Fleisch oder so). Auf dem Ausflug zu den Steinkrügen trafen wir dann noch Eveline und Sascha, die auch die gleichen Pläne hatten. Zu unserer grossen Freude entdeckten wir in Luang Prabang ein Schweizer Restaurant (Blue Lagoon Cafe), das von einem Schweizer geführt wurde! Und so schlemmten wir am 24. Dezember Cordonbleu, Zürigschnetzletem und Schweinsbraten mit Kartoffelstock. Zum Schluss gab es sogar noch ein richtiges Kafi Schnaps! Das ganze wurde von kleinen Laoten mit Samichlaus-Hüten serviert - ein bisschen wie die Heinzelmännchen.
Auf der Karte hatte es allerdings auch noch ein Fondue Chinoise à discretion, dem wir am ersten Abend nur knapp widerstehen konnten und so war auch schon bald klar, dass wir am 25. nochmals hin müssen - was wäre eine Weihnacht ohne Fondue Chinoise! Und ja, wir haben uns natürlich völlig überfressen! Am nächsten Tag konnten wir erst zum Znacht wieder etwas kleines zu uns nehmen!

Sonntag, 26. Dezember 2010

Phonsavan - Ebene der Steinkrüge (Plain of Jars)

Nach all dem Tubing brauchten wir wieder etwas Kultur und ausserdem hatten wir gerade noch etwas Zeit bevor wir nach Luang Prabang weiterreisten um dort Weihnacht zu feiern. Also machten wir einen Umweg über Phonsavan, wo sich die Ebene der Steinkrüge (Plain of Jars) befindet. Schon alleine die Strecke dorthin war ein Erlebnis, da sie sich in unzähligen Kurven durchs Gebirge zog und man eine herrliche Aussicht hatte.

Wieder einmal hatten wir Glück mit uns im Minibus waren noch zwei Engländer und zwei Schweizer mit denen wir uns zusammen taten um eine Tour zu den Steinkrügen zu machen. Allerdings waren uns dann die organisierten Touren zu teuer und man musste bei jeder noch mindestens einen Tempel oder einen Wasserfall besuchen. Von diesen hatten wir alle aber in der letzten Zeit zu viele gesehen, daher entschieden wir uns nur ein paar Roller zu mieten und alleine zu den Steinkrügen zu fahren.
Dies war auch weiter nicht problematisch da es sehr gute Wegweiser hatte und man bis heute nicht weiss für was diese Steinkrüge überhaupt gebraucht wurden. Vermutet wird, dass sie mal als Urnen oder Särge gedient haben aber nachgewiesen kann nichts werden, da sie kein organisches Material mehr enthalten. Aus dem gleichen Grund weiss man noch nicht einmal wie alt sie sind. Eindrücklich waren sie aber trotzdem und das Mysterium um die Herkunft lies uns auf unzählige Ideen kommen, was der Zweck davon war. (Ein Dinosaurier-Botellon?)

Ebenfalls spannend und erschütternd ist die Geschichte der Gegend auch in Bezug auf den Vietnamkrieg. Auf der Hochebene wurde der sogenannte "secret war" geführt (Trailer zum Dokumentarfilm: Amerikas geheimer Krieg in Laos). Dadurch wurde die Hochebene zur am stärksten bombardierten Gegend der Welt. Und auch heute noch konnte man unzählige Bombenkrater aus dem Krieg sehen. In einem Landminenräumungsprojekt wurden die Zonen um die Steinkrüge gesichert, dabei wurden alleine auf dem grössten Feld über 120 Blindgänger gefunden. Steine am Boden zeigten, wo die geräumten Bereiche waren, in denen man sich sicher bewegen konnte. Das Ganze war schon ein recht gruslig.

Im Städtchen waren dann auch unzählige Restaurants und auch unser Guesthouse mit Bobenhüllen dekoriert. Sogar einen Christbaum mit Handgranaten als Schmuck sahen wir. Vermutlich zeigt dies auch einen gewissen Stolz, dass man trotzdem überlebt hat.

Samstag, 25. Dezember 2010

Tuben in Vang Vieng

Vang Vieng ist DER Partyort in Laos. Nicht wenige Leute kommen sogar nach Laos nur um in Vang Vieng zu tuben. Tuben bedeutet, dass man sich in einem Lastwagenpneu (zu englisch "inner tube") einen Fluss hinunter treiben lässt. Im Ort kann man sich den Pneu ausleihen und sich gleich mit einem Tuk Tuk ein Stück flussaufwärts fahren lassen. Am Anfang der Strecke hat es unzählige Bars mit selbst gebauten Rutschen und Seilbahnen von denen man sich ins Wasser stürzen kann.
Wir liessen uns also im Fluss treiben und griffen eifrig nach den Seilen, die uns von den Bars am Flussufer zugeworfen wurden. In den Bars gab es dann billigen Alkohol und ein paar hirnrissige Aktivitäten - zum Beispiel halsbrecherische Seilbähnli, von denen man sich in den Fluss spicken lässt oder ein Volleyballfeld mit knietiefem Schlamm. Danach ging das Spiel wieder von vorne los - zurück in den Reif und sich 20m weiter treiben lassen, bis die nächste Bar kam.
Das alles war natürlich unglaublich lustig und so vergassen wir die Zeit völlig. Am Schluss halfen wir dann sogar noch mit unseren Flip-Flop-Paddeln nach, damit wir schneller ins Städtchen zurück kommen, da die Sonne schon langsam unterging und es mit den durchnässten Kleidern doch recht frisch war.
Und obwohl in Vang Vieng jeden Abend grosse Party ist, schafften wir es nach dem Tuben nur noch einen Teller Spaghetti zu verdrücken und gingen dann sehr früh schlafen. Wir werden wohl wirklich langsam alt - erschreckend aber wahr!

Hier noch ein Video wie das ganze so aussah - wir hatten unsere Kamera allerdings nicht dabei, da wir angst hatten sie könnte untergehen...

Freitag, 24. Dezember 2010

Weihnachtsgrüsse aus Laos

Wir wünschen allen eine schöne Weihnacht. Wir haben auch hier in Laos ein bisschen festliche Stimmung dank den vielen geschmackvoll geschmückten Weihnachtsbäumen. Speziell für euch haben wir eine Collage
mit den schönsten Exemplaren gemacht.
Oh du fröhliche...
Andy und Claudia